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Abschiedsbrief Arie Addicks

Die „Hausordnung” des Scheveninger Gefängnisses auf Pappe. Auf der Rückseite der emotionale Abschiedsbrief des zum Tode verurteilten Arie Addicks, Mitarbeiter der illegalen Zeitung Het Parool.

 „Gearbeitet für die Freiheit, habe ich diese sehr teuer bezahlen müssen. Der Tod war der Einsatz. Dieses Spiel habe ich verloren (M'tag, 6. Okt. '41). Die Gegenpartei verfügt nun über mein Leben. Ich hoffe feurig, dass sie mir das Leben schenkt. Ihr bedeutet es nichts, mir ist es mein Ein und Alles. Meine Mutter wird meinen Tod nicht überleben.“

Urteil
Am 7. Oktober wird Addicks‘ Gnadengesuch zurückgewiesen. Noch am selben Tag wird das Urteil vollstreckt.

2000 inrichtungen
Fast 20.000 Niederländer werden aufgrund ihrer Widerstandsarbeit von den Deutschen verhaftet. Zweitausend Widerstandskämpfer werden hingerichtet. Andere erhalten eine Zuchthausstrafe oder werden in ein Konzentrationslager deportiert.

Lager
In den Niederlanden gibt es Lager in Schoorl, Amersfoort, Ommen und Vught. Die meisten niederländischen Gefangenen landen schließlich in den deutschen Konzentrationslagern Buchenwald, Mauthausen, Neuengamme, Sachsenhausen oder Dachau. Weibliche Gefangene kommen ins Konzentrationslager Ravensbrück.

Der Verbleib in deutscher Gefangenschaft ist hart. Einzelhaft, Misshandlung  und Unterernährung sind an der Tagesordnung. Einige tausend niederländische Widerstandsleute überleben ihre Gefangenschaft nicht.