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 Das Akkordeon von Bertus Hendriksen

Das Akkordeon, mit dem Bertus Hendriksen Bezugsscheinkarten transportiert, bestimmt für junge Männer, die untergetaucht sind, um dem Arbeitseinsatz zu entkommen.

LO/LKP
Hendriks gehört zur großen Nationalen Hilfsorganisation für Untergetauchte (LO), die sich Ende 1942 aus bereits bestehenden Gruppen formiert. Ab August 1943 baut diese LO ein Netzwerk Nationaler Schlägertrupps (LKP) auf.

Überfälle
Die Schlägertrupps überfallen Distributionsbüros, um Bezugsscheine zu erbeuten. Kuriere bringen die Scheine danach zur „Nationalen Versammlung“ in Utrecht, von wo aus sie weiter verteilt werden.

Keine Innenverkleidung
Bertus hat sich ein besonderes Beförderungsmittel für die Bezugsscheine ausgedacht: er versteckt sie in seinem Akkordeon, aus dem er zuvor die Innenverkleidung entfernt hat.

Mit der Eisenbahn
Viele Male nimmt Bertus Hendriksen den Zug mit den Bezugsscheinen in seinem Akkordeon. Als „Mann mit der Harmonika“ fällt er jedoch sehr auf.

Misstrauen
Der SD wird misstrauisch und durchsucht das Haus seiner Eltern. Sein Vater und Bruder werden verhaftet, später aber wieder freigelassen.

Melodie rettet sein Leben
Bertus hört auf dem Bahnsteig in Meppel die gepfiffene Melodie eines von ihm selbst geschriebenen Liedchens, das eigentlich niemand kennt. Bertus ist sofort allarmiert. Ein paar Mädchen winken ihm zu, den Zug zu verlassen. Er erfährt, dass die Deutschen am nächsten Bahnhof auf ihn warten. So rettet diese Melodie ihm das Leben. Bertus taucht bis zum Ende des Krieges unter.