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spitzenexponate

Werkzeug des bekannten Widerstandkämpfers und Bildhauers Gerrit van der Veen

Seine Tochter Gerda hat das Werkzeug stets aufgehoben. Ihren Vater hat sie 1943 zum letzten Mal gesehen.

Gerda und ihre Schwester müssen untertauchen, denn Van der Veen könnte mit der möglichen Androhung, den Mädchen etwas anzutun, unter Druck gesetzt werden.

Gerda erzählt
:
„Von seiner Widerstandstätigkeit wusste ich nichts. Als wir untertauchen mussten, wussten wir nicht warum. Dass man nie man selber sein konnte, war im Nachhinein das Schlimmste. Einmal sagte ich aus Versehen unseren Nachnamen. Noch am selben Abend wurden wir Hals über Kopf zu einer anderen Adresse gebracht.“

Dokumente fälschen
Die Deutschen führen zur Kontrolle der Niederländer allerlei offizielle Dokumente ein: Freistellung vom Arbeitsdienst, Fahrradbewilligung usw.. Gefälschte Papiere sind daher unentbehrlich für Untergetauchte und Widerstandsleute.
1941 und '42 werden die ersten Versuche unternommen, Personalausweise zu fälschen. Der Name wird weggebleicht; das „J“ für Jude wird mit einer Klinge entfernt und überklebt. Die Techniken werden allmählich verbessert.

Fälschungsorganisation gegründet von Gerrit van der Veen
Die 1942 von Bildhauer Gerrit van der Veen gegründete Personalausweiszentrale (PBC) entwickelt sich zur größten Fälschungsorganisation. Ende 1943 wird die Falsifikationszentrale (FC) der Nationalen Hilfsorganisation für Untergetauchte (LO) die zweitgrößte Fälschungsorganisation. Beide Organisationen produzieren hunderttausende gefälschte Dokumente. Sie bringen sogar Kataloge für lieferbare gefälschte Stempel heraus.

Anschläge
Van der Veen beteiligt sich am berühmten Anschlag auf das Einwohnermeldeamt von Amsterdam. Die Vernichtung von Personendaten soll die Entdeckung von Fälschungen erschweren. 1944 wird Gerrit van der Veen, nach einem missglückten Befreiungsversuch von Widerstandskameraden aus dem Weteringschans-Gefängnis in Amsterdam, verhaftet und standrechtlich erschossen.